Intensivmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnostik und Therapie akut lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst.

Dies geschieht meist in besonders ausgestatteten Stationen eines Krankenhauses, den sogenannten Intensivstationen (auch: Intensivtherapie-Station (ITS), Intensivpflege-Station (IPS) oder Intensive Care Unit (ICU). Intensivstationen sind baulich und gerätetechnisch aufwendig ausgestattet. 

In größeren oder Spezialkliniken gibt es oft mehrere spezifische Intensivstationen oder zumindest mehrere Funktionseinheiten in einer Station – z.B. die CCU (Cardiac Care Unit) für Patienten mit akuten Herzproblemen, die Stroke Unit für Patienten mit einem Schlaganfall oder Intensivstationen für chirurgische Patienten, die nach einer Operation dort weiterbetreut werden. Zunehmend gibt es auch "Intermediate-Care-Stationen“ (IMC), die bzgl. der Ausstattung und Betreuungsintensität zwischen den ICUs und Normalstationen liegen und in denen intensivpflichtige Patienten, die nicht ganz so schwer krank sind, betreut werden.

In Deutschland werden pro Jahr mehr als zwei Millionen Menschen auf Intensivstationen behandelt. Rund ein Fünftel der Patienten werden im Rahmen ihres Aufenthalts beatmet. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt etwa zehn Tage.

Mehr als 20.000 Betten auf Intensivstationen sind verfügbar. Rund 1.200 der mehr als 2.000 Krankenhäuser haben Intensivbetten. Phasenweise können Kapazitäten auf den Intensivstationen knapp werden, was dann zu längeren Transporten von Patienten in das nächste Krankenhaus mit freien Betten führen kann. Deutschlandweit hat die Intensivmedizin einen Anteil von etwa 20 Prozent an den Krankenhauskosten. Durch immer bessere medizinische und technische Möglichkeiten - wie zum Beispiel der vorübergehende Ersatz des Sauerstoffaustauschs über Blutpumpen - werden die Behandlungsfälle immer aufwendiger, gleichzeitig die Chance für das Überleben aber auch immer größer